Vater werden (Zwischenbilanz 7. Monat) |
| Erfahrungsberichte |
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Anfang des Jahres konnten wir es von einem farbigen Streifen auf einem bis dato unbekannten kleinen Plastikgerät ablesen - das erste Kind kommt, wir werden Eltern! Naja, ganz so einfach war das nicht. Wir haben 2 Test gemacht, der „Frühschwangerschaftstest“ sagte Ja, der normale sagte Nein. Die Frauenärztin konnte dann Gewissheit bringen.
Ja! Wir betreten Neuland und unsere Beziehung wird um eine neue Dimension erweitert. Wir wollten ein Kind bekommen und seitdem wir wissen, dass es auf dem Weg ist gab es von meiner Seite aus keine Zweifel. Das ist eine wichtige Basis. Natürlich ist mir bewusst, dass ich nicht wissen kann, was genau auf mich zukommt, aber man hat ja so eine Ahnung. In den ersten Monaten fühlte ich mich etwas hilflos, da ich fast gar nichts machen konnte. Meiner Frau war eine ganze Weile richtig übel und ich konnte nur daneben stehen und ihr gut zureden: „Das wird schon, ab dem dritten Monat ist es vorbei.“ Leider hatten wir auch gehört, dass einige Frauen dies über die ganze Schwangerschaft haben. Aber der mysteriöse Tag an dem die Übelkeit einfach verschwand, kam dann doch noch und die schöne Zeit begann. Als werdenden Vater will ich möglichst viel mit meiner Frau zusammen machen. Allerdings war ich bei den Frauenarztbesuchen immer der einzige Mann im Wartezimmer und als die Hebamme mich gerne mal in die Ecke gestellt hat, fühlte ich mich auch noch etwas fehl am Platz. Sind Männer nicht willkommen? Ist das jetzt so eine Frauensache? Wollen denn die anderen Väter nicht bei den raren Momenten dabei sein, bei denen man das heranwachsende Kind zum ersten Mal strampeln sehen kann? Kürzlich saß mir im Wartezimmer dann ein tätowierter Rocker gegenüber, und als er dann noch mit einem schmachtenden Blick den kleinen Ultraschall-Ausdruck in seinen Händen hielt, fühlte ich mich nicht mehr so ganz allein. Vielleicht denken wirklich noch einige Männer, dass das unmännlich sei, die Frau zum Frauenarzt zu begleiten, aber ich denke, dass die heutigen Männer immer mehr ein Bewusstsein für Familie haben, und sich so etwas Tolles nicht mehr entgehen lassen! Wichtig waren für mich auch zwei Besuchen beim Geburtsvorbereitungskurs, bei dem ich endlich mal andere Väter zu Gesicht. Wir Männer haben dann gleich eine eine handwerkliche Aufgabe bekommen, die wohl unsere Empathie für die Frauen verstärken sollte: Eine Baby-Puppe durch eine originalgetreue Nachbildung des weiblichen Beckens zu bekommen. War gar nicht so einfach, denn einfach so ohne Drücken flutscht das nicht. Aber ich wusste schon, dass Babys bei der Geburt eine Schraubenbewegung machen und so hat es dann auch wunderbar geklappt. Stolz war die Hebamme auf uns und ich durfte es den Frauen nochmal vorführen. Im Kurs wurde mir auch noch mal bewusst, dass die Schwangerschaft und die Geburt an sich wirklich eher wichtige Themen für die Frau sind, aber ,dass der Partner während der Schwangerschaft und besonders in den ersten Wochen danach unglaublich wichtig ist. Mit fortschreitender Schwangerschaft wird man(n) auch immer mehr gefordert. Das fängt bei scheinbaren Kleinigkeiten an, wie beispielsweise mehr Zeit mit seiner Frau verbringen und das gemeinsame Reden über die bevorstehende Zukunft zu dritt. Gefragt war ich dann besonders beim Organisieren des Großeinkaufs für die Erstausstattung. Online wurde alles gemeinsam recherchiert. Was es da alles gibt für Babys ist unglaublich. Wir haben versucht uns nur auf das wichtigste zu konzentrieren, aber man merkt, es wird immer mehr! Es gab soviel zu kaufen, dass wir also einen Transporter leihen und in Rekordzeit zum schwedischen Einrichtungshaus und dann zu Baby-Walz Nun merkt man immer mehr, dass man diesen Weg gemeinsam geht. Gerade haben wir ein tolles Buch geschenkt bekommen: „Als die wunderbarste Frau der Welt sagte: 'Wir sind schwanger!'
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