Thema Erziehung

Babyschlaf – Wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt

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Eltern wissen spätestens wenige Tage nach der Geburt ihres ersten Babys: Wer von sich behauptet, er schlafe wie ein Baby, schläft keinesfalls die Nächte durch. Dabei ist es vollkommen normal, dass Säuglinge in den ersten Wochen ihres Lebens regelmäßig aufwachen und noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden können. Der richtige Rhythmus folgt später. Dennoch hilft es, einen gesunden Wechsel zwischen Tag und Nacht von Beginn an zu fördern. 

 

Der erste Monat: Noch ist kein Rhythmus in Sicht 

Babys sind in den ersten vier bis sechs Lebenswochen nicht dazu in der Lage, Tag und Nacht zu unterscheiden. Auch wenn sie bereits im Bauch ihrer Mutter erste Erfahrungen mit den Unterschieden von Ruhezeiten und Zeiten der Bewegung erfahren haben, müssen sie sich zunächst an die realen Bedingungen des Alltages gewöhnen. Wer glaubt, das sei nicht „normal“, irrt gewaltig. So ist regelmäßiges Aufwachen für Babys sogar wichtig, denn auf diese Weise prüft der kleine Körper immer wieder, ob alles in Ordnung ist und sorgt für die Befriedigung wichtiger Bedürfnisse. 

Am Anfang ist Schlaf rund um die Uhr in mehreren Phasen nötig. (Quelle: PublicDomainPictures   (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Ob das eigene Baby im Elternbett schlafen sollte, ist eine Frage, die sich viele Eltern stellen. Sie aber kann nicht pauschal beantwortet werden. Ein Familienbett kann eine tolle Sache sein, sollte jedoch nur dann gewählt werden, wenn alle sicherheitsrelevanten Aspekte erfüllt sind. Eine sinnvolle Alternative, die die Laufwege bei nächtlichem Erwachen verkürzen, ist das Aufstellen des Babybettchens im Schlafzimmer der Eltern. Gerade stillende Mütter profitieren davon, während der Nacht nicht den Flur zum Babyzimmer überqueren zu müssen und finden etwas mehr Erholung. 

Da Babys in den ersten Wochen nicht über einen Tag-Nacht-Rhythmus verfügen, verteilen sich die Schlaf- und Wachphasen über die gesamten 24 Stunden eines Tages. Zwischen 16 und 18 Stunden schläft ein Baby hier durchschnittlich. Daher kommt es dazu, dass das Baby auch während des Tages abgelegt werden muss. Für Eltern ist das nicht immer leicht, denn schließlich stehen auch die Pflege des Haushaltes und weitere Aufgaben an. Wer sein Baby in das Bettchen legt und schnell die Wäsche macht oder das Badezimmer putzt, ist nicht selten in Sorge um das Wohlbefinden seines Kindes. Daher empfiehlt es sich, auch in dieser Zeit ein Babyphone zu benutzen, welches Eltern informiert, sobald das Kleine weint. 

Doch auch das ist für viele Eltern nicht genug. Sie fürchten den Plötzlichen Kindstod, auch SIDS genannt, wenn ihr Baby unbeobachtet im Bettchen schläft. Wie die Zahlen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes zeigen, ist die Anzahl der plötzlich verstorbenen Babys in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Vor allem bessere Aufklärung in Bezug auf den Plötzlichen Kindstod ist hier ein wichtiger Aspekt. Dem eigenen Baby eine sichere Schlafumgebung zu bieten, in der es gut atmen kann, spielt eine bedeutende Rolle. Da sich manche Babys während des Schlafens jedoch auf den Bauch drehen, sind manche Eltern in Sorge. Hier kann es helfen, ein Babyphone mit integrierter Kamera zu nutzen. Über die genauen Funktionen und Unterschiede bei solchen Modellen berichtet babyphone-testberichte.de. Auf einem kleinen Bildschirm können Eltern dann sehen, wie ihr Baby im Bettchen liegt und auch überwachen, ob es bereits eingeschlafen ist. Im Alltag kann das eine große Entlastung darstellen. 

Die kommende Zeit: Nächtliche Unterbrechungen 

Nach etwa vier bis sechs Wochen beginnt sich der Rhythmus des Babys langsam aber sicher einzupendeln. Eltern können dies unterstützen, indem sie einen bewussten Unterschied zwischen Tag und Nacht schaffen. Das Abdunkeln des Raumes am Abend, leises Sprechen und Lichtquellen, die nicht zu hell sind, während der Nacht zeigen dem Kleinen, dass nun eigentlich Schlafenszeit ist. So kommt es schon nach knapp sechs Wochen zu einer Verlagerung der hauptsächlichen Schlafzeit auf die Nachtstunden. Bis das Baby etwa ein halbes Jahr alt ist, kommt nächtliches Aufwachen dennoch häufig vor. Auch das ist vollkommen normal, und stellt die Versorgung des Kindes mit Nahrung auch während der Nacht sicher. Ab diesem Alter verringern sich die nächtlichen Unterbrechungen Schritt für Schritt, bis Eltern irgendwann stolz verkünden können: „Mein Baby schläft durch!“

Zwischen sechs Monaten und einem Jahr schlafen die meisten Babys allmählich durch. (Quelle: fujikama  (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wann ein Baby dazu in der Lage ist, die gesamte Nacht möglichst störungsfrei zu schlafen, ist jedoch unterschiedlich. Manche Kinder schaffen das bereits mit zwölf Wochen, während wiederum andere länger brauchen. Eltern sollten sich in diesem Zusammenhang keine Vorwürfe machen und ihr Kind nicht mit den Babys anderer Eltern vergleichen. Besser ist es, die individuellen Besonderheiten des Kindes zu respektieren und Stück für Stück am ganz eigenen Plan zu arbeiten. 

Rituale festigen die Gewohnheiten 

Deutliche Unterschiede zwischen Tag und Nacht zu schaffen, ist nur eine von vielen Möglichkeiten, dem Baby das ruhige Schlafen anzugewöhnen. Auch Rituale helfen hierbei, denn sie markieren den Beginn der Ruhezeit und helfen dem Kleinen dabei, sich vor dem Zubettgehen zu entspannen. Wie ein solches Ritual aussieht, ist unterschiedlich. Eltern können hier aus zahlreichen Optionen wählen, wie: 

  • Babymassage
  • Singen
  • behutsamem Streicheln
  • dem Abspielen beruhigender Musik
  • und später auch dem Lesen einer Geschichte 

 

Feste Rituale schaffen Nähe und helfen beim abendlichen Beruhigen. (Quelle: skalekar1992 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Hier aber ist es wichtig, dass das Ritual festen Abläufen folgt und sich nicht ständig ändert. Wer zu häufig neue Aspekte integriert, verhindert eine Gewöhnung an das jeweilige Ritual und senkt den gewünschten Effekt. Daher kann es sinnvoll sein, das abendliche Ritual nicht zu umfangreich zu gestalten. Ist einmal weniger Zeit, weil beispielsweise Besuch im Wohnzimmer wartet, verkürzt ein kompaktes Ritual das Zubettbringen und verliert seine Wirkung dennoch nicht.

 

   

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