Thema Erziehung

Mit Selbstregulation vom Paar zur Familie

Details

Schwierige Übergänge meistern

Wenn ein Baby geboren wird, beginnt ein großes Abenteuer. Viel, was bisher selbstverständlich war,
wird abgelöst durch ganz neue gemeinsame Erlebnisse, Freuden, aber auch einem hohen Maß an Verpflichtungen. Dazu kommt gerade bei Eltern, die ihr erstes Kind bekommen haben, in die Elternrolle hineinzuwachsen und trotzdem ein glückliches Paar zu bleiben – eine Herausforderung, die nicht immer ganz einfach ist. Mit einer guten Selbstregulation, also immer wieder neu auf das eigene Wohlbefinden, Lust und genügend Sicherheit zu achten, können viele dieser Veränderungen für die gemeinsame Entwicklung genutzt werden, so dass es der ganzen Familie auch auf lange Sicht gut geht.

Es sich selbst gut gehen lassen
Wer als junge Frau z.B. bisher unabhängig einer Arbeit nachgegangen ist, abends lange ausgehen konnte, ausschlafen oder sich ungestört mit Dingen zu beschäftigen gewohnt ist, wird dafür erst einmal viel weniger Zeit haben. Das Baby braucht viel Zuwendung. Stillen oder Wickeln mag für beide eine wunderbare gemeinsame Zeit sein, zum Schmusen und Spaß machen, birgt jedoch auch Potential für großen Frust und Ängste, wenn es nicht gleich funktioniert oder man völlig übermüdet und erschöpft ist. Damit zurechtzukommen ist gar nicht so einfach. Auf jeden Fall hilft es sehr, und zwar sowohl der Mama als auch dem Nachwuchs, wenn Mama bewusst darauf achtet, Dinge zu tun, dir ihr Spaß machen, bei denen sie sich wohl fühlt und die ihr das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Das können Kleinigkeiten sein wie ein schönes warmes Bad, fünf Minuten an der frischen Luft sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen, bewusst die Zeit zu genießen, wenn mal jemand anders das Baby wickelt oder sich mit ihm beschäftigt oder ihr anderweitig hilft. Je besser es Mama geht, umso entspannter kann sie sich dem Kleinen widmen und umso leichter lässt sich das Baby auch wieder beruhigen. Für Papa gilt das natürlich ganz genauso.

Paar bleiben
Über die Veränderungen im Leben beider Partner hinaus braucht es eine Neuorientierung in der bisherigen Partnerschaft: plötzlich ist ein kleines Wesen da, das versorgt werden will, aber auch Quell unglaublicher Freude beim Kuscheln, Schmusen, Spielen ist – alles Zeit und Zuwendung, die vorher vielleicht ausschließlich dem Partner galt. Irgendwann kommt für den einen oder anderen die Zeitpunkt, wo man etwas vermisst oder verärgert ist. Statt zu schmollen oder einander Vorwürfe zu machen, was zwar im Moment leichter sein mag, letztlich aber nur zu weiterem Stress für alle führt, sollte man überlegen, wo man mit Hilfe der Großeltern oder anderer, die das Baby gerne nehmen würden, Freiräume für gemeinsame Zeit als Paar schaffen kann. Freiräume, für einen lang ersehnten Kinobesuch genauso wie für ein bisschen Zeit zum Kuscheln. 

Gemeinsam für die Kinder
Schließlich ist eine stabile Partnerschaft eine gute Basis für das Heranwachsen des Kindes. Wenn es den Partnern jedem für sich gut geht, sie entsprechend auch gelassener mit kleinen und großen Schwierigkeiten miteinander umgehen können, umso leichter wird es auch, der Elternrolle gerecht zu werden.

   
   
© 2017 - AllesumsBaby.de

Template by LernVid.com