Thema Erziehung

Schlafprobleme?

Details

Schlafen will gelernt sein

„Und? Schläft es schon durch?“ Die wohl am häufigsten gestellte Frage an frischgebackene Eltern. Im Schlaf sind alle Babys niedlich. Nur leider haben mehr als ein Drittel der Kinder im ersten Jahr Durch- bzw. Einschlafprobleme. Sie machen die Nacht zum Tag. Die Ursache liegt in der Tatsache, dass Babys anders schlafen.

Während wir Erwachsenen nach dem Einschlafen in einen erholsamen Tiefschlaf fallen, wachen Babys schneller auf. Ihre Tiefschlafphase ist bei weitem nicht so fest und ausgeprägt wie bei uns. Bei einem Erwachsenen wechseln Traum- und Tiefschlafphasen mehrmals nacheinander ab. Seine Traumschlafphase beträgt dabei im Verhältnis ¼ der gesamten Schlafphase. Bei Babys beträgt das Verhältnis der Traumschlafphase 50%. Beim Übergang von einer Schlafphase in die andere, wachen wir kurz auf, merken es aber so gut wie nicht. Leider schlafen nicht alle Kinder gleich weiter. Einige werden beim Wechsel der Schlafphasen hell wach und merken, dass Sie ganz alleine im ihrem Bett liegen. Ihnen fehlt der vertraute Geruch der Mutter, ihr Herzschlag und das Gefühl nicht allein zu sein.

SchlafproblemeBabys die von ihren Eltern regelmäßig in den Schlaf gewogen und erst dann in ihr Bettchen gelegt werden, fangen in diesem Moment an zu schreien. Die Ursache liegt hier ganz klar im Verhalten der Eltern. Sie haben ihrem Kind beigebracht NICHT allein einzuschlafen. Deshalb denkt Baby wenn es aufwacht und sich plötzlich allein im Kinderbett wiederfindet, etwas sei nicht in Ordnung und beginnt zu weinen.

Schlafstörungen haben in 90% der Fälle etwas mit Gewohnheiten zu tun. Babys die es gewohnt sind auf ihrem Arm einzuschlafen, sich beim Aufwachen jedoch in einer anderen Situation, nämlich allein im Bett, wiederfinden, sträuben sich weiterzuschlafen. Sie als Eltern können die Schlafgewohnheiten Ihres Kindes beeinflussen. Beginnen Sie rechtzeitig damit, die Schlafgewohnheiten Ihres Kindes in die richtige Richtung zu lenken.

Neugeborene können anfangs noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Das gilt es ihnen langsam beizubringen. Deshalb sollte die Nacht für Babys anders ablaufen als der Tag. Vermeiden Sie allzu viel Aufregung für Ihr Kind am Abend. Füttern Sie die letzte Mahlzeit immer um dieselbe Zeit und legen Sie Ihr Kind im wachen Zustand ins Bett. Stillen oder Milchfläschchen sollen keine Einschlafhilfen sein. Sollte Ihr Kind nachts gestillt werden wollen, sollten Sie ein kleines gedämpftes Licht anschalten und es nur wickeln, wenn es wirklich nötig ist. Danach schalten Sie das Licht aus und legen sich wieder schlafen. Wichtig ist, dass Ihr Kind merkt, dass die Nacht anders verläuft als der Tag. Viel ruhiger, wenig Licht und Unterhaltung. Nehmen Sie es nicht gleich bei jedem Mucks aus seinem Bett, sondern versuchen Sie Ihr Kind durch streicheln oder mit dem Schnuller zu beruhigen und wieder zum Einschlafen zu bringen.

Führen Sie Rituale ein, die Ihrem Kind helfen einzuschlafen. Bringen Sie es immer zur selben Zeit ins Bett. Massagen mit beruhigenden Ölen oder ein abendliches Lavendelöl-Bad helfen Ihrem Kind einzuschlafen. Lassen Sie jeden Tag auf dieselbe Weise, zur selben Zeit ausklingen und verhelfen Sie Ihrem Kind die innere Ruhe zu finden. Mit Konsequenz, Geduld und Willen kann auch Ihr Kind schlafen lernen.

   
   
© 2017 - AllesumsBaby.de

Template by LernVid.com