Thema Erziehung

Schreibabys – von der Feststellung bis zur Hilfe

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Ein Schreibaby zu haben ist für viele Eltern so, als würden sie von einem entspannten Urlaub plötzlich eine ganze Konferenz alleine leiten müssen. Während der Schwangerschaft werden Pläne gemacht, wenn das Baby dann da ist, ist jedoch oft alles anders. Vor allem dann, wenn der kleine Sonnenschein sich als Schreibaby entpuppt.

 

Etwa 20% der Babys weinen besonders viel. Dabei ist der Begriff „viel weinen“ natürlich dehnbar. Von einem Schreibaby wird jedoch erst dann gesprochen, wenn sich eine häufige Wiederholung langer Schreiphasen zeigt. Das bedeutet: Schreit ein Baby innerhalb von drei Wochen an drei Tagen in der Woche mindestens drei Stunden, dann gehen Ärzte und auch Hebammen von einem Schreibaby aus.

Jeder hat eine andere Grenze

Selbst Mutter von einem Schreibaby habe ich schnell gemerkt, dass Statistiken ja schön und gut sind. Steckt man jedoch selbst mittendrin, dann sieht das alles wieder ganz anders aus. Meine Tochter hat von Anfang an sehr viel geweint. Erst hatte ich nicht genug Milch, dann fand sie nicht in den Schlaf ... Die Liste der Gründe, die ich für das exzessive Schreien gesucht habe, ist lang. Von der Hebamme habe ich kaum Hilfe bekommen und bis ich mich zum Arzt getraut habe, ist auch einige Zeit vergangen.

Viele Eltern suchen den Fehler bei sich. Das ist jedoch verkehrt. Kein Baby ist ein Schreibaby, weil die Eltern alles falsch machen. Es gibt immer eine Ursache. Diese Ursache kann sein, dass das Baby Schmerzen hat. Durch die Geburt oder auch durch die Schwangerschaft können Blockaden entstehen. Diese Blockaden bereiten dem Baby teilweise starke Schmerzen. Vor allem bestimmte Positionen können die Schmerzen noch verstärken.

Andere Babys sind besonders sensibel. Hier reicht es schon aus, wenn das Radio leise im Hintergrund läuft oder aber zu viel Besuch kommt. Was für uns als Eltern gar nicht so anstrengend zu sein scheint, ist für das Baby jedoch ganz besonders schlimm.

Im Laufe der Jahre, wo ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich viele betroffene Eltern kennengelernt. Hier ist mir aufgefallen, dass die Grenzen so unterschiedlich sind, wie die Eltern selbst. Auch wir Eltern könnten verschiedener nicht sein. Während die eine Mama noch sehr gut mit dem lauten Schreien umgehen kann, ist die andere Mama vielleicht schon bei kurzen Schreimomenten stark überfordert.

Mögliche Lösungsansätze

Egal, wie viel Eltern ertragen können, das Ziel sollte es immer sein, die Ursache für das Schreien zu finden. Hier gibt es unterschiedliche Lösungsansätze. Grundsätzlich führt der erste Weg zum Arzt. Der Arzt wird überprüfen, ob eine Blockade oder auch eine Erkrankung der Grund für das Schreien sein können. Sind körperliche Ursachen auszuschließen, dann können ein Heilpraktiker oder auch ein Osteopath helfen. Für viele Eltern ist es jedoch wichtig, Lösungsansätze für den akuten Fall zu haben. Hier gibt es unterschiedliche Varianten:

  • Pucken – das Baby wird begrenzt
  • Im Arm wiegen – das Baby spürt Nähe
  • Leise summen
  • Den Raum abdunkeln
  • Die Situation verlassen
  • Stillen


Welche Lösungsansätze für das eigene Baby die richtige Wahl sind, ist immer abhängig vom Kind. Teilweise kann es auch helfen, mehrere Ansätze zu kombinieren.

Besonders wichtig ist es, ruhig zu bleiben. Das Baby merkt die Unruhe der Eltern und steigert sich noch mehr in die Situation hinein.

 


Unsere Autorin Jana Kühnler wurde bereits mit 19 Jahren zum erste Mal junge Mutter.
Ihre erste Tochter war wenige Monate alt und schrie tags und nachts fast nur noch.
Zuerst dachte sie, sie mache etwas falsch.

  - Warum schreit mein Kind die ganze Zeit?
  - Ich gebe meiner Tochter doch alles, was sie braucht - bin ich etwa eine schlechte Mutter?.

Heute weiß sie, was sie falsch gemacht hat und konnte schon mit ihrem zweiten Kind deutlich
besser umgehen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen hat Jana heute in vielen hilfreichen
Blogartikel, Fragen & Antworten, Checklisten und Newsletter-Tipps
auf www.hilfe-mein-baby-schreit.de zusammengefasst und sogar ein E-Book verfasst.


   
   
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