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Wer hat an der Uhr gedreht?

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Zeitmanagement für Mütter

UhrSobald sich Kinder in unser Leben als Frau gemogelt haben, scheint sich die Zeit zu verselbstständigen. Sie vergeht wie im Flug, und oft bleibt das unangenehme Gefühl, noch nicht einmal die Hälfte dessen geschafft zu haben, was frau sich vorgenommen hat. Und irgendwann stellt sich auch die Erkenntnis ein, dass sich deswegen „halt ein bisschen mehr zu beeilen“ keineswegs hilft, sondern nur noch mehr zur Erschöpfung beiträgt, körperlich wie seelisch. Das muss nicht so bleiben.

Entscheiden: das Wichtigste zuerst

Um das Gefühl des Gehetztseins und den ständigen Druck, hoffentlich nichts zu vergessen, loszuwerden, kann man sich ganz einfach mit kleinen Zetteln oder Listen helfen. Auf die wird alles , d.h. wirklich alles, notiert, was erledigt werden soll. Egal, ob es sich um die Anmeldung im Kindergarten, das Mehl, das besorgt werden muss, oder die fehlende Idee für den Weihnachtsgeschenk für die Schwiegermutter handelt. Einfälle kommen nämlich meist dann, wenn man dies gerade nicht erledigen kann, und so wird nichts vergessen, ohne dass man sich ständig daran erinnern muss. Darüber hinaus empfiehlt es sich, immer mal kurz innezuhalten und sich zu fragen, ob diese Tätigkeit wirklich wichtig ist. Damit ist nicht gemeint, dass zwischen beruflichen Aufgaben, Wäschebergen und Einkaufstouren fünf Minuten die Beine hochlegen und tagträumen verzichtbar wären, im Gegenteil. Nur gibt es ganz viele Dinge, die wir tun, weil sie von außen auf uns einstürmen, ohne dass sie uns beruflich oder privat von Nutzen sind. Man denke z.B. an die immense Flut an Werbung im Briefkasten, die in einer Minute im Altpapier verschwinden könnte, aber auch fast unbemerkt eine Stunde kostet. Von dem was bleibt, das Wichtigste zuerst tun – oder ggf. tun lassen. Vieles, was dringend ist, ist nämlich gar nicht so wichtig und kann oft getrost an andere abgegeben werden (der übervolle Mülleimer) oder ganz weggelassen werden (die Fernsehsendung, die in zehn Minuten beginnt, einen aber gar nicht wirklich interessiert).

Aufgaben abgeben: an Partner, Kinder, Verwandte, Freunde, Kollegen

Nicht alle Dinge brauchen von uns selbst erledigt werden. Viele Omas oder andere Bezugspersonen  freuen sich z.B., wenn sie hin und wieder einbezogen und gebraucht werden. Sei es, sich um die nächste Winterjacke zu kümmern, sei es, bei der Betreuung mitzuhelfen. Natürlich geht nicht alles immer harmonisch über die Bühne, manche Erziehungsvorstellungen weichen deutlich voneinander ab. Aber auch wir Mütter lernen dabei, mit Spannungen umzugehen, und die Kinder können sehr wohl unterscheiden, was bei Oma ok ist, und was sie zuhause dürfen – und was nicht. Darüber hinaus lohnt es sich zu überlegen, welche Dinge im Alltag auch bereits kleine Kinder übernehmen können, selbst wenn sie dazu noch mehr Zeit brauchen und nicht alles gleich perfekt klappt. Kinder wachsen daran und sind stolz, richtig gebraucht zu werden, selbst mit „Gemaule“. Es ist die Summe der kleinen Dinge, die uns in den Wahnsinn treibt, und es ist die Summe der kleinen Erleichterungen, die uns aufatmen lässt. Im beruflichen Kontext gilt das natürlich auch.

Weniger ist mehr

Gut für andere sorgen kann nur, wer gut für sich selber sorgt. Wenn wir Mütter nicht darauf achten, dass auch wir Erholungszeiten brauchen – und damit ist nicht der Familienurlaub mit RundumdieUhr-Verantwortung gemeint – dann sind wir irgendwann so erschöpft oder so schlechter Laune, dass niemandem geholfen ist. Sich selbst Gutes zu tun, tut auch den anderen gut, dem Partner, auf den frau sich freut, den Kindern, auf deren größere und kleinere Katastrophen frau statt völlig entnervt und dadurch alles nur verschlimmernd eher gelassen und mit Geduld reagieren kann. Geduld braucht es übrigens auch mit sich selbst. Gutes Zeitmanagement bedeutet guten Umgang mit sich selbst, ein Lernprozess, ein Leben lang.

   
   
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