Thema Stillen

Wie gesund ist die Muttermilch?

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Es liegt in der Natur des Menschen die kleinen Nachkommen zu stillen. Nicht umsonst sind wir „Säugetiere" wie auch Hunde, Katzen und Kühe.

Was ist denn das Besondere an Mamas Milch?

In den ersten sechs Lebensmonaten sollte ein Baby nichts anderes zu sich nehmen als die Milch, die Mama auf natürlichstem Wege in ihrer Brust produziert. Und auch danach ist die Muttermilch das Gesündeste was ein Baby neben der Zugabe von Beikost zu sich nehmen kann. Ab der ersten Minute, die der Säugling an Mamas Brust nippt, wird es optimal ernährt. Die Muttermilch ist ein Powergetränk, das man sich gesünder gar nicht vorstellen kann. Hätten Sie gedacht, dass ein einziger Tropfen Muttermilch über 4000 lebende Zellen enthält, die Krankheitserreger aufspüren und zerstören können? Zum einen beinhaltet es gesunde Bestandteile wie Vitamine, Nährstoffe und Kohlenhydrate und stärkt damit die Abwehrkräfte des Säuglings. Zum anderen wird die Beziehung zwischen Mutter und Kind erheblich gestärkt. Das Baby genießt die Nähe mit allen fünf Sinnen. Es sieht, riecht, hört, fühlt und natürlich schmeckt es die überaus köstliche Milch aus Mamas Brust. Weitere Bestandteile der Milch sind Eiweiße, die anders als die Eiweiße aus herkömmlicher Kuhmilch bestens vom Sprössling verdaut werden. Es ist vollkommen normal, dass ein Baby nach zwei oder drei Stunden schon wieder hungrig ist - das zeigt nur, dass die Verdauung im Bauch des Winzlings bestens funktioniert.

Durchschnittlich produzieren die Milchdrüsen in der Brust fast einen Liter pro Tag. Hat man Zwillinge oder Drillinge, verdoppelt oder verdreifacht sich tatsächlich die Menge. Mütter sollten die Milch lieber nicht erhitzen, denn sonst werden wertvolle Abwehrstoffe und Antikörper abgetötet, die das Immunsystem des Babys stärken. Außerdem ist es wichtig, dass Mami an einem Tag mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nimmt - egal ob es spezieller Stilltee ist, der die Milchproduktion anregt, oder Wasser, Tee und säurearme Säfte. Was für einen Erwachsenen gut ist, schadet auch dem Kind nicht. Daraus lässt sich schließen, dass Nikotin und Koffein nichts in der gesunden Muttermilch zu suchen haben. Mamas müssen sich auch überhaupt nicht wundern, wenn die Milch anfangs eher dünnflüssig ist. Das dient lediglich dazu, dass der Durst des Säuglings gestillt wird. Erst nach ein paar Zügen wird die Milch dickflüssig und richtig cremig. So kann das Kleine vollkommen satt werden. Deshalb sollte auch darauf geachtet werden, dass die Brust nicht zu früh gewechselt wird sonst kann das Baby vielleicht nicht ausreichend mit sättigenden Kalorien versorgt werden.
Kaum zu glauben, dass man im Monat bist zu 80 Euro sparen kann wenn man die Möglichkeit hat industrielles Milchpulver durch natürliche Muttermilch zu ersetzen.

Was ist beim Aufbewahren der Milch zu beachten?
Soll die Muttermilch einmal abgepumpt werden, dann muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Fläschchen gut gereinigt und sterilisiert ist. Natürlich darf das Händewaschen auch nicht fehlen. Frisch abgefüllte Milch kann bei Zimmertemperatur bis zu sechs Stunden aufbewahrt werden. Im Kühlschrank hält sie sich bei gleichbleibender Temperatur bis zu drei Tagen. Auch im Gefrierschrank darf die Muttermilch bis zu einem halben Jahr eingelagert werden. Selbstverständlich empfiehlt es sich, bruchsichere und leicht zu reinigende Gefäße zu benutzen. Es gibt sogar spezielle Muttermilchbeutel. Von herkömmlichen Gefrierbeuteln ist abzuraten. Natürlich gilt auch hier: Wenn die Milch in der Mikrowelle aufgetaut wird oder anders erhitzt wird, gehen die gesunden Inhaltsstoffe verloren. Lieber die Milch bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

Abstillen - aber wann?
Den Zeitpunkt des Abstillens sollte jede Mutter für sich entscheiden. Ob es nach ein oder zwei Jahren ist, ist  ganz egal. In manchen Ländern werden Kinder bis zum fünften Lebensjahr gestillt. Natürlich sollte das nicht die Norm sein, aber die sich rasant entwickelnde und karriereorientierte Gesellschaft darf eine Mama nicht beeinflussen. Heute kann es leider oft vorkommen, dass man als Rabenmutter gilt, wenn man nicht stillen will oder kann oder wenn man über das erste Lebensjahr hinaus stillt. Hauptsache ist doch aber, dass sich Mutter und Kind wohl fühlen. Darüber hinaus wird nachweislich das Brustkrebsrisiko gesenkt, umso öfter und länger die Mutter ihr Kind stillt.

Mamis dürfen nie vergessen, dass sie keine Maschinen sind. Wird keine Milch mehr produziert oder kündigen sich andere Problemchen an, dann dürfen sie sich nicht unter Druck setzen lassen. Die psychische Gesundheit von Mama und Nachkömmling spielt eine ebenso große Rolle wie die körperliche. Beides muss intakt sein, damit sich Mütter und Kinder wohlfühlen und die Kleinen bestens heranwachsen können. Denn das Wichtigste ist, dass die Familie jederzeit glücklich, gesund und zufrieden ist.

Fazit: Muttermilch ist die gesündeste Nahrungsquelle für Ihr Baby. Solange Sie Schadstoffe aus der Muttermilch fernhalten und hygienische Grundregeln beachten, wird Ihr Kind die köstliche Milch genießen und bestens gedeihen.


   
   
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