Thema Vorsorge

Früherkennungsuntersuchung bei Neugeborenen

Details

Neugeborenenscreening

Direkt nach der Geburt wird in der Regel eine Früherkennungsuntersuchung für Ihr Neugeborenes im Krankenhaus angeboten. Auch wenn die meisten Kinder gesund zu Welt kommen bzw. gesund scheinen, gibt es bei Neugeborenen Erkrankungen, die nicht direkt erkennbar sind. Dazu zählen Störungen des Stoffwechsels und der Organfunktion. Bei einem von 1000 Neugeborenen kann solch eine Krankheit auftreten. Bleiben diese unbehandelt, kann es zu einer geistigen oder körperlichen Behinderung führen. Wird die Erkrankung früh erkannt und schnell behandelt, können schwerwiegende Folgen beim Kind verhindert werden.

Deshalb werden bei allen Neugeborenen Blutuntersuchungen vorgenommen. Bereits im Krankenhaus wird in der zweiten Vorsorgeuntersuchung U2 (3. Lebenstag), Ihrem Baby Blut entnommen. Durch eine Fersenblutentnahme wird eine mit den Patienten-Daten beschriftete Filterpapierkarte in vorgegebenen Feldern vollständig und gleichmäßig mit Blut durchtränkt, getrocknet und anschließend in das Screening-Labor versandt. Der Einsender der Blutprobe (in der Regel der Arzt in der Geburtsklinik) erhält nach wenigen Tagen einen schriftlichen Befund vom Screeninglabor.  In akuten Fällen werden die Eltern ebenfalls benachrichtigt.

Welche Krankheiten beim Screening untersucht werden, können Sie auf der Homepage des Screening Zentrum Sachsen nachlesen. Es ist darauf hinzuweisen, dass alle Stoffwechseldefekte und endokrinen Störungen angeboren sind und nicht geheilt werden können. Jedoch können die Auswirkungen einer solchen Störung durch eine rechtzeitige Behandlung verhindert werden, was dem betroffenen Kind eine normale Entwicklung ermöglichen kann. Die Teilnahme am Neugeborenenscreening ist freiwillig. Die Untersuchungskosten werden vollständig von den Krankenkassen übernommen.

Neugeborenen-Hörscreening

Hörstörungen treten bei etwa 2 von 1000 Neugeborenen auf. Am 19.6.2009 hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, dass alle Neugeborenen in Deutschland einen Anspruch auf die Früherkennungsuntersuchung von Hörstörungen haben. Durch eine rechtzeitige Behandlung können so Folgen einer Hörstörung vermieden werden. Das Hörscreening wird in den ersten Lebenstagen bereits in der Geburtsklinik durchgeführt. Die Hörtests sind schmerzfrei und können sogar durchgeführt werden wenn Ihr Kind schläft.

Das Ergebnis des Hörscreening ist noch keine Diagnose. So verlangt ein auffälliges Screening Ergebnis nach einer weiteren Kontrolle. Eine festgestellte Hörstörung bei einem Neugeborenen kann in den meisten Fällen nicht geheilt werden. Durch eine frühe Behandlung (Versorgung mit Hörgeräten oder Operation), ist jedoch eine normale Entwicklung des Kindes zu erwarten.  Auch wenn das Hörscreening Ihres Kindes ein unauffälliges Ergebnis brachte, kann bei Ihrem Kind trotzdem im Laufe seiner Entwicklung eine Hörstörung auftreten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie als Eltern auch weiterhin darauf achten, ob Ihr Kind gut hört. Die Teilnahme am Neugeborenen-Hörscreening ist freiwillig und wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

   
   
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